Landrat Rosenau und OB Boch stellen Maßnahmen zur Eindämmung der rasant steigenden Corona-Fallzahlen in der Region vor

ENZKREIS. Die Corona-Fallzahlen steigen unaufhörlich und zuletzt rapide an. Im Amtsbezirk des Enzkreis-Gesundheitsamts, zu dem auch die Stadt Pforzheim gehört, wurde der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner am Mittwoch überschritten. Landrat Bastian Rosenau und Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch haben heute der Öffentlichkeit die Maßnahmen vorgestellt, auf die sie sich gemeinsam mit den Rathauschefs der 28 kreisangehörigen Kommunen einen Tag zuvor verständigt hatten, um die Infektionsrate zu bremsen.

Kernpunkte der Allgemeinverfügung, die ab Samstag gilt, sind eine Halbierung der Obergrenzen aus der Corona-Verordnung des Landes für Teilnehmer von Treffen und Veranstaltungen, eine einheitliche Sperrstunde und ein Alkoholverbot von 23 Uhr abends bis 6 Uhr morgens sowie eine Festschreibung der Maskenpflicht in Fußgängerzonen und bei Beerdigungen. „Wir haben uns ganz bewusst für einheitliche Regeln entschieden, um einen Flickenteppich in der Region zu vermeiden und damit hoffentlich die Akzeptanz zu erhöhen“, betonte der Kreischef.

Das Landratsamt Enzkreis stellt Maßnahmen zur Eindämmung der rasant steigenden Corona-Fallzahlen in der Region vor

Die Allgemeinverfügung tritt am Samstag, 24.10.2020 in Kraft.

Die nachfolgend illustrierten Kernpunkte können im Detail auch als  Download  eingesehen werden.

 

Corona  Verordnung Lage Neu

Landesregierung ruft Pandemiestufe 3 aus

Portrait BGMLiebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

zu Beginn der Woche hat die Landesregierung die Pandemiestufe 3 ausgerufen.

Auch im Enzkreis und in Pforzheim steigen die Zahlen wieder an und wir stehen kurz vor der magischen Grenze von 50 Infizierte pro 100.000 Einwohner innerhalb von 7 Tagen.

Am Montag haben wir uns im Rathaus deshalb mit dem Krisenstab getroffen, um die erforderlichen Maßnahmen für unsere Gemeinde zu besprechen und bei Bedarf entsprechende Schritte einzuleiten.

Im Ergebnis werden wir uns weiter konsequent an die Vorgaben der Landesregierung halten, aber bis auf weiteres darüber hinaus keine weitergehenden Maßnahmen ergreifen.

Solange die Situation in unserer Gemeinde ruhig bleibt, werden wir Ihren und unseren Alltag so „normal“ wie möglich gestalten.

Dazu brauchen wir IHRE Unterstützung!

Gemeinsam können wir die Zahlen in Keltern auch weiterhin auf einem unvermeidbaren Minimum halten.

Deshalb appelliere ich auch heute an Sie, halten Sie sich bitte an die geltenden Regeln und schützen Sie so sich und Andere!

Die aktuellen Verordnungen werden regelmäßig auf der Homepage der Landesregierung und der Gemeinde veröffentlicht.

Bleiben Sie alle gesund!

Ihr

Steffen Bochinger
Bürgermeister

Umgang mit Krankheits- und Erkältungssymptomen bei Kindern und Jugendlichen in Kindertageseinrichtungen, in Kindertagespflegestellen und in Schulen

Umgang mit KranheitssymtopmenDie Corona-Pandemie stellt uns alle vor neue Herausforderungen. Nach dem Lockdown stehen wir bei der Öffnung von Kindertages- einrichtungen, Kindertagespflegestellen und Schulen weiterhin im Spannungsfeld zwischen der Aufgabe, alle Beteiligten möglichst gut zu schützen und gleichzeitig das Recht auf Bildung und staatliche Fürsorge für Kinder und Jugendliche umzusetzen.

Wie auch schon vor der Corona-Pandemie gilt, dass Kinder, die eindeutig krank sind, nicht in die Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Schule ge- bracht werden. Die Einschätzung, ob ihr Kind krank ist, treffen auch weiterhin grundsätzlich die Eltern. Wenn Kinder offensichtlich krank in die Einrichtung gebracht werden oder während der Teil- nahme am Betrieb der Kindertageseinrichtung, der Kindertages- pflegestelle bzw. der Schule erkranken, kann die Einrichtung die Abholung veranlassen.

Vorgehen bei Auftreten von Symptomen

Tritt bei Kindern oder Jugendlichen eines der folgenden für COVID-19 typischen Symptome auf, gilt ein Ausschluss von der Teilnahme und ein Betretungsverbot:

» Fieber  (ab 38,0°C)
Für die Eltern: Bitte achten Sie auf eine korrekte Durch- führung der Temperaturmessung je nachdem, mit welcher Methode und welchem Gerät Sie die Temperatur messen.

» Trockener Husten, d. h. ohne Schleim und nicht  durch eine chronische Erkrankung wie z. B. Asthma verursacht.
Ein leichter oder gelegentlicher Husten bzw. ein gelegentliches Halskratzen führt zu keinem automatischen Ausschluss.

» Störung des Geschmacks- oder Geruchssinns (nicht als Begleitsymptom eines Schnupfens)
Alle Symptome müssen akut auftreten, Symptome einer bekannten chronischen Erkrankung sind nicht relevant.

Schnupfen ohne weitere Krankheitszeichen ist aus- drücklich  kein Ausschlussgrund.

Die Eltern entscheiden je nach Befinden ihres Kindes, ob sie telefonisch Kontakt zum / zur Hausarzt / - ärztin bzw. zum / zur Kinder- und Jugendarzt / -ärztin aufnehmen

Vorgehen bei der Wiederzulassung zur Teilnahme am Betrieb der Kindertageseinrichtung, der Kindertagespflegestelle bzw. der Schule

Wird kein Kontakt zu einem/r Arzt / Ärztin aufgenommen, muss das Kind oder der Jugendliche mindestens einen Tag fieberfrei und wieder in gutem Allgemeinzustand sein, bevor es / er wieder in die Betreuung oder Schule darf. Für Eltern hat sich in diesem Zusammenhang folgende Faustregel gut bewährt: „So, wie mein Kind heute war, hätte es in die Kindertageseinrichtung, Kindertagespflegestelle oder Schule gehen können, also darf es morgen wieder gehen.“

Nehmen die Eltern ärztliche Beratung in Anspruch, entscheidet die behandelnde Ärztin / der Arzt über die Durchführung eines SARS- CoV-2-Tests zum Coronavirus-Nachweis.

Wird kein Test durchgeführt, gelten die oben genannten Voraus- setzungen (mindestens ein Tag fieberfrei und wieder in gutem Allgemeinzustand) für die Wiederzulassung bzw. die individuellen Vorgaben der Ärztin / des Arztes.

Wird ein Test durchgeführt, bleiben die Kinder oder Jugendlichen bis zur Mitteilung des Ergebnisses zu Hause.

Ist das Testergebnis negativ, gelten wiederum die oben ge- nannten Voraussetzungen für die Wiederzulassung: mindestens einen Tag fieberfrei und wieder in gutem Allgemein- zustand bzw. die individuellen Vorgaben der Ärztin / des Arztes.

Ist das Testergebnis positiv, gilt folgende Regelung: Das Kind oder der Jugendliche muss mindestens 48 Stunden symptomfrei sein und darf frühestens 10 Tage nach Symptombeginn die Kindertages- einrichtung, Kindertagespflegestelle bzw. Schule wieder besuchen.

Generell gilt: Zur Wiederzulassung des Besuchs einer Einrichtung sind kein negativer Virusnachweis und auch kein ärztliches Attest notwendig. Sofern es die Kindertageseinrichtung, Kindertagespflege- stelle oder Schule im Zweifelsfall für erforderlich hält, kann sie sich eine schriftliche Bestätigung durch die Eltern vorlegen lassen, dass nach ärztlicher Aussage die Teilnahme wieder möglich ist. Die Bestätigung der ärztlichen Aussage durch eine erziehungsberechtigte Person ist in der Regel ausreichend. Dazu kann auch das beiliegende Formular verwendet werden.

Weitere Hinweise

Gesunde Geschwisterkinder dürfen die Kindertageseinrich- tung, Kindertagespflegestelle oder Schule uneingeschränkt besuchen, sofern sie keiner Quarantäne durch das Gesundheitsamt unterliegen.

Vorgaben und Regelungen des Gesundheitsamtes sind immer vorrangig zu beachten.

Eine Anpassung der Regelungen kann je nach epidemio- logischer Situation bzw. neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen jederzeit erforderlich sein. Sie spiegeln den Stand vom 30. Juli 2020 in Baden-Württemberg wider.

 

Kostenloser Corona-Test für Kita-Personal und Lehrkräfte

Am besten sofort anmelden

PFORZHEIM/ENZKREIS. „Am besten noch diese Woche“, sagt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Brigitte Joggerst auf die Frage, wann sich Lehrkräfte und Beschäftigte in Schulen, Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege testen lassen sollten. Zweimal steht diesem Personenkreis noch bis Ende September ein kostenloser Corona-Test zu. Eine direkte Anmeldung kann per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  geschickt werden.

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